Wie baut man ein Produkt, das wächst ohne einzuknicken?
Die Entwicklungsphilosophie von Boomer: verallgemeinern und validieren
Die Herausforderung in der Softwareentwicklung
Wie erfüllst du jede Kundenanfrage, ohne deine Vision aus den Augen zu verlieren? Mit dieser Frage ringt jedes wachsende Softwareunternehmen. Wenn du ein Produkt oder eine Firma startest, hast du ein klares Bild davon, was du bauen willst. Aus diesem Bild heraus baust du, schnell und viel, alles aus eigener Erfahrung. Bei Boomer entstand unsere Sicht aus Jahren in der Eventbranche. Wir sahen eine Dispo-Software nach der anderen mit ernsten Mängeln: schlechte Gestaltung, mühsame Bedienung und viel zu viele Funktionen. Diese Werkzeuge sind das Ergebnis übereifriger Entwicklungsteams mit rein funktionalem Blick. Ein Kunde wünscht sich eine Funktion? Sie wird gebaut. Und sofort an alle ausgerollt.
Die Gefahr von Feature Creep
Was folgt daraus? Bestandskunden fühlen sich zunächst gut bedient und an das System gebunden, weil ihre Wünsche ohne Rückfrage eingebaut werden. Das klingt nach kostenloser Entwicklung für alle, in der Praxis landest du schnell bei einem System, das unter dem Gewicht seiner eigenen Funktionen einknickt. Unzählige Abläufe, die gepflegt werden müssen, eine Codebasis, die niemand mehr im Griff hat, und eine Bedienung, die schrecklich ist. Aber immerhin mit genau der einen Funktion, die du so dringend brauchtest. Diese Philosophie sehen wir bei vielen Unternehmen, und sie hat lange funktioniert. Sie macht Innovation aber jedes Jahr langsamer und schwerer, denn alles muss weiter gepflegt werden.
Mit KI wird Entwicklung exponentiell schneller. Theoretisch kannst du noch schneller Funktionen ausliefern, um dein Produkt "funktionaler" zu machen. Klingt wieder großartig, aber so steuerst du dein Produkt mit voller Fahrt auf die Wand zu.
Das andere Ende
Eine Antwort wäre, überhaupt nichts mehr individuell zu bauen. Du widmest endlose Design-, Vision- und Strategierunden der perfekten Software. Du veröffentlichst, fertig. Dein Produkt bleibt sauber und wartbar. Ein schöner Gedanke, aber in der Praxis arbeitet jeder anders. Du musst also einen Weg finden, Funktionen einzuführen, die allen zur Verfügung stehen, ohne achtlos anzubauen, bis ein Monster entsteht.
Der Weg von Boomer: validieren und verallgemeinern
Bei Boomer haben wir diese Balance gefunden. Wir stehen eng mit unseren Kunden in Kontakt und sorgen dafür, dass jede Anfrage strukturiert verarbeitet wird. Wir fragen aktiv nach und testen gern, nach der bekannten Lean-Startup-Methode: bauen, messen, lernen. Validieren durch Bauen, und bauen, um zu validieren.
Erst wenn eine Funktion validiert ist, geht sie ins Produkt. Während des Entwurfs fragen wir uns: wie ließe sich das allgemein aufsetzen? Gehen wir einen Schritt weiter und entwerfen die Funktion so, dass sie in mehreren Situationen trägt, schneidet das Messer nach beiden Seiten. So bleibt das Produkt sauber und passt trotzdem zu deiner Arbeitsweise. Willst du es später anders machen? Dann hilft dir das Werkzeug, denn es geht auch anders. Wir binden dich nicht an einen festen Ablauf, wir halten dich beweglich.
Die Zukunft mit KI
Diesen Weg gehen wir weiter, indem wir die Möglichkeiten von KI in unser System hineinholen.

